D-Jugend Niedelage sieht klar aus ... aber nur auf den ersten Blick

09.10.2017 13:06

Am Samstag musste man zum Favoriten für den diesjährigen Kreismeistertitel in der D-Jugend reisen. In der Rückertstraße in Düsseldorf wartete die Erstvertretung der HSG Neuss/Düsseldorf auf unser Team. Man trat zwar mit 12 Spielern an,  aber zwei Stammkräfte waren angeschlagen und konnten nicht trainieren in dieser Woche, wollten sich aber unbedingt in den Dienst der Mannschaft stellen. Eine weitere Stammkraft befand sich auf Klassenfahrt und wäre auch noch eine gute Option gewesen. Aber das alles soll keine Ausrede sein für die schwache erste Halbzeit. Hier fand das Team von Bodo Leckelt vor allem in der Abwehr keinen Zugriff und ließ sich ein ums andere Mal mit einfachen Mitteln ausspielen. Vorne traute man sich nicht, dass, was man im Training schon seit geraumer Zeit übt, im Spiel mal auszuprobieren, vielleicht aus Angst, dass die Jungs feststellen würden, der Trainer hat recht. Nein, Spaß beiseite. Immer, wenn man versuchte miteinander Handball zu spielen, klappte das auch und man bekam seine Chancen. Doch teilweise wurde sich noch zu wenig bewegt und man war auf die 1:1 Situationen angewiesen. Und dann wurden auch viele gute Chancen nicht  konsequent genug genutzt. Statik ist zwar für einen Architekten etwas Schönes, aber im Handball kommt es auf Dynamik und „situational awareness“ an. Die fehlte im ersten Abschnitt und die Düsseldorfer machten es ihrerseits gut und gingen auch verdient mit 17:5 in die Pause. Das hier die Messe gelesen war, schien vielen klar. Dennoch war die Halbzeitansprache des Trainers sehr ruhig. Man sprach von Lernen und das man jetzt in Halbzeit 2 einfach „neu und von vorne“ anfängt. Der Trainer forderte lediglich, dass die Jungs mehr miteinander spielen sollten.

Und siehe da, es ging. Immer wieder versuchte man es nun miteinander. Man spielte sich frei, gab im richtigen Moment ab und vor allem, packte man auch mal beherzt in der Abwehr zu. So mussten die Düsseldorfer härter für ihre Tore arbeiten und wenn man sich nur das Ergebnis der 2. Halbzeit anschaut, haben die JSG Jungs 12:11 gewonnen. Das nennt man eine steile Lernkurve. Und auch, wenn – bedingt durch die erste Halbzeit – das Ergebnis eindeutig war, war es in der 2. Halbzeit doch ein enges Spiel. Sollte das Team so weiterarbeiten und beim nächsten Mal alle „an Bord“ sein,  könnte es durchaus ein deutlich engeres Spiel werden.